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Dränleitungen für Gebäude und Landwirtschaft Drucken E-Mail

Bei Dränung unterscheidet man die Gebäudedränung und die landwirtschaftliche Dränung.

  • Die Gebäudedränung
    Die Teile von Gebäuden, die in direktem Kontakt zu den Bodenschichten stehen - wie z.B. Kelleraußenwand, Bodenplatte oder erdüberschüttete Dächer - müssen vor Durchfeuchtung geschützt werden. Der Schutz gegen Wasserzudrang geschieht entsprechend der DIN 4095 durch Abdichtung und Dränung.
    Dränleitungen bestehen meist aus Kunststoff. Die Dränleitung muss alle erdberührten Wände erfassen und wird als Ringleitung entlang der Außenfundamente um das Gebäude herumgeführt. Bei jedem Knick bzw. Richtungswechsel der Dränleitung (z.B. an den Hausecken) wird ein Spül- oder Kontrollschacht installiert. Das Filtermaterial, das die Dränleitung umhüllt, besteht in der Regel aus Kies oder Kiessand.

  • Die landwirtschaftliche Dränung
    Die landwirtschaftliche Dränung ist eine ergänzende Kulturmaßnahme zur Erhaltung des Bodenertrages. Sie beseitigt schädliche Bodennässe und ist oftmals die Voraussetzung für die mechanisierte Nutzung des Bodens.
    Die Rohrdränung besteht aus einem System von im Boden verlegten Rohren, den Saugern und Sammlern. Durch Schlitze dringt das überschüssige Bodenwasser in die Rohre ein und fließt, dem Gefälle folgend, über ihre Ausmündungen in den Vorfluter.

Dränrohre müssen alterungsbeständig und formstabil sein, die Eintrittsöffnungen und der Dränfilter müssen über die gesamte Gebrauchsdauer funktionsfähig bleiben. Wegen ihrer günstigen Material- und Verlegeeigenschaften werden seit 1960 flexible Dränrohre aus Kunststoff eingesetzt. Hierfür werden in der Regel PVC-U-Rohre verwendet, für deren Herstellung die DIN 1187 zu beachten ist. Für die Rohrverlegung werden Maschinen mit oder ohne Grabenaushub verwendet.

 
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