Arbeitsmarkt

Die andauernd gute konjunkturelle Lage in Deutschland hat die Beschäftigungszahlen zuletzt auf ein neues Rekordhoch von 43,8 Mio. Erwerbstätigen wachsen lassen. In einzelnen Branchen zeigt sich jedoch – bedingt durch den demografischen Wandel, die Digitalisierung oder die Energiewende – ein deutlicher Fachkräftemangel, vom Physiotherapeuten über den Softwareentwickler bis zu Klimatechnikspezialisten. Dabei liegt der eigentliche Engpass
bei Fachkräften mit Berufsausbildung und Weiterbildungsabschluss, weniger bei Akademikern.

So suchen auch zahlreiche Kunststoffrohrhersteller und Rohrleitungsbauunternehmen neue engagierte und fachlich qualifizierte Mitarbeiter.

  • Aus unserer Sicht muss sich Deutschland wieder vermehrt auf die Förderung von Handwerksberufen besinnen. In den vergangenen Jahren hatten viele junge Menschen den Eindruck, nur durch ein Studium ihre beruflichen Wünsche erfüllen zu können. Die nötigen Anreize können beispielsweise durch die breite Beibehaltung des Meisterhandwerks gesetzt werden.
  • Die arbeitsrechtliche Situation für die Beschäftigung von Flüchtlingen ist weiterhin sehr komplex und für Unternehmen kaum durchschaubar. Auch die Dauer der erforderlichen Genehmigungsverfahren wirkt sich nachteilig auf eine zügige Arbeitsmarktintegration aus. Wir sehen hier Möglichkeiten der Vereinfachung. Die Politik muss dafür Sorge tragen, dass qualifizierte Flüchtlinge ohne großen bürokratischen Aufwand in Unternehmen in Deutschland arbeiten können.