Rohr-Recycling

Rohr-Recycling

Rohr-Recycling: Ein voller Erfolg

Der Kunststoffrohrverband e.V. (KRV) hat bereits 1994 freiwillig mit dem Aufbau eines Sammel- und Wiederverwertungssystems
für Kunststoffrohrabfälle die Zeichen der Zeit erkannt. Seit 2005 setzt der KRV sein neues Sammel- und Recycling-Konzept für Kunststoffrohre erfolgreich zusammen mit zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben um. So hat der KRV mit der Tönsmeier Kunststoffe GmbH & Co. KG (www.toensmeier-kunststoffe.de) eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Das Unternehmen übernimmt die Sammlung, Aufbereitung und Verwertung von Kunststoffrohrabfällen und weist jährlich einen testierten Mengenstrom über die werkstofflichen Eingangsund Verwertungsmengen nach.
Der KRV fördert – mitglieder- und werkstoffübergreifend – das werkstoffliche Recycling von Kunststoffrohrabfällen.
 
Das System zur Sammlung und Wiederverwertung von Kunststoffrohrabfällen steht allen interessierten Firmen der Branche offen.
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Kunststoffrohrverband e.V. (KRV)
Kennedyallee 1– 5 | D 53175 Bonn
Telefon +49 228. 914 77–0
Telefax +49 228. 914 77–19
info [at] krv.de

 

Der Kreislauf des Kunststoffrohres
Vom Altrohr zum Sekundärrohstoff 

Kunststoff wird aus Erdöl gemacht. Kohle, Erdgas und Zellulose sind weitere Rohmaterialien für die Kunststofferzeugung. Die Endlichkeit der Ressourcen gebietet es, schonend mit ihnen umzugehen und für eine maximale Wiederverwertung zu sorgen. Deshalb hat die Kunststoffrohr-Industrie seit Mitte der 1990er Jahre Zug um Zug eine funktionsfähige Recyclinginfrastruktur aufgebaut. Neben Altrohren und Verarbeitungsresten fließen auch Baustellenabfälle, Fensterprofile, Verpackungen sowie Schraubverschlusskappen aus Kunststoff in die Wiederverwertung ein. Die gesammelten Abfälle werden sortiert, gereinigt und zu Mahlgut gemahlen. Dabei ist grundsätzlich zwischen einer werkstofflichen und der rohstofflichen Wiederverwertung zu unterscheiden: · Bei der werkstofflichen Wiederverwertung wird aus den gebrauchten Kunststoffen Mahlgut hergestellt und zu Sekundärohrstoffen verarbeitet, aus denen wiederum neue Rohre gefertigt werden. · Bei der rohstofflichen Aufbereitung werden die Kunststoffprodukte in ihre chemischen Ausgangsstoffe zurückgeführt und diese für die Herstellung von neuen Kunststoffen verwendet. Naturgemäß ist das Mahlgut eine Mischung. Zwar lassen sich die Fraktionen nach Kunststoffarten wie Polyethylen, Polypropylen oder PVC trennen, jedoch ist die Mischung mit Blick auf die spezifischen Rezepturen und Produktionschargen der Rohstofferzeuger nicht völlig sortenrein. Der Recyclingprozess ist im Übrigen nicht unaufwändig. Dies kann (zumal bei moderaten Ölpreisen) dazu führen, dass das Preisniveau der aufbereiteten Altware annähernd an das der Neuware heranreicht. Dennoch ist die Nachfrage nach Rezyklaten anhaltend hoch – oftmals reicht das verfügbare Angebot nicht aus, um sie zu decken. Parallel zur Wiederverwertung hat die Kunststoffrohr-Industrie Mitte der 1990iger Jahre damit begonnen, ein pfandpreisbasiertes Verpackungs- und Transportsystem für die Belieferung ihrer Kunden mit Rohren und Formteilen zu entwickeln und einzuführen. Nachdem anfangs noch Euro-Holzpaletten zum Einsatz kamen, basiert dieses System heute auf Kunststoffpaletten, die ausschließlich aus Rezyklaten hergestellt werden. 12 Hersteller von Rohren, Formteilen und Dichtungen liefern damit jährlich rund 35.000 Tonnen an Rohrsystemen an ihre Kunden aus.

Bild: Stoffkreislauf in der Kunststoffrohr-Industrie