Baupolitik

Der Wohnungsmangel in Deutschland hat ein kritisches Ausmaß erreicht. Seit einigen Jahren bereits übertrifft die Wohnungsnachfrage in Deutschland das Angebot. Die Preise für Mieten und Neubauten sind stark gestiegen. Union und SPD haben das Problem erkannt und sich auf dem Wohnungsgipfel im September 2018 auf verschiedene Maßnahmen geeinigt: Mit dem Baukindergeld für Familien, Steuerabschreibungen für den Bau von Mietwohnungen, der Bereitstellung von mehr bundeseigenen Grundstücken und einer Milliardenoffensive im sozialen Wohnungsbau will die große Koalition erreichen, dass bis zu 1,5 Millionen neue Wohnungen gebaut werden.

Aus unserer Sicht sind weitere entscheidende Punkte jedoch noch offen. So bleibt die Frage unbeantwortet, wie zusätzliche Baukapazitäten geschaffen oder die Klimaschutz- und
Energieeffizienzziele im Zuge der Kostenfrage berücksichtigt werden können.

  • Entscheidend wird sein, Planungsverfahren und -vorgaben auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen und Baugenehmigungen an eine baldige Bebauung zu knüpfen.
  • Anreizmechanismen und Abschreibungsmodelle für bedarfsgerechtes Sanieren sind ein Beitrag zur CO2-Reduktion. In verschiedenen Bereichen der Haussanierung (z. B. Trinkwasser- oder Gasleitung, Gebäudekühlung bis hin zur Fußbodenheizung) werden moderne Kunststoffrohre, die umweltfreundlich und recyclingfähig sind, verwendet.
  • Um den Wohnungsmangel nachhaltig zu beseitigen, ist unseres Erachtens eine Besinnung auf marktwirtschaftliche Anreizmechanismen notwendig. Nur dadurch können die notwendigen privaten Investitionen ausgelöst werden.