Energiepolitik

Die Energiewende ist und bleibt ein ausgewiesenes Jahrhundertprojekt. Durch die Förderung der Erneuerbaren Energien sollen Treibhausgasemissionen im Stromsektor reduziert werden. Im Jahr 2020 sollen mit einer umfassenden Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) die weiteren Ausbaupfade für Wind, Solar und ergänzende EE-Erzeugungsformen festgeschrieben werden, um das Ökostromziel von 65 Prozent für 2030 zu erreichen. Weitere Energiegesetze wie das Windenergie-auf-See-Gesetz, die Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes oder das Bundesbedarfsplangesetz werden direkt oder indirekt einen Einfluss auf die Energiekostenstruktur in Deutschland haben.

Die Energiepolitik und deren Aufwendungen haben für die Kunststoffrohr-Industrie in Deutschland einen direkten Bezug auf die täglichen Produktionsarbeiten:

  • Unsere Industrie ist mittelständisch geprägt aber international ausgerichtet und befindet sich im direkten Wettbewerb mit europäischen Herstellern. Hohe oder steigende Energiekosten können dadurch nicht über die Produktpreise an die Verbraucher weitergegeben werden.
  • Die im EU-Vergleich hohen Energiekosten beeinflussen auch die Investitionsentscheidungen der Kunststoffrohr-Industrie. So sind beispielsweise die Energiekosten in Frankreich rund ein Drittel geringer.
  • Für die KRV-Mitgliedsunternehmen ist es aber vor allem wichtig, dass die Versorgungssicherheit bzw. Netzstabilität und die einheitliche Strompreiszone in Deutschland weiterhin bestehen bleiben. Wir begrüßen deshalb das Engagement und die Vorschläge (vgl. Investitionsbeschleunigungsgesetz) für einen zügigen und gesicherten Netzausbau von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).