Kreislaufwirtschaft

Die deutsche Kreislaufwirtschaft gehört international seit Jahren zu den Spitzenreitern. Damit verbunden sind hohe Recyclingquoten für fast alle relevanten Abfallströme, die in Abständen auch angepasst werden. So hat die Bundespolitik in der vergangenen (= 18.) Legislaturperiode durch das Verpackungsgesetz und die Gewerbeabfallverordnung wichtige Neuregelungen treffen und abschließen können.
Die Kunststoffrohr-Industrie leistet bereits seit 1995 mit einem Sammel- und Wiederverwertungssystem ihren Beitrag zur Ressourcenschonung. Heute werden jährlich rund 5.000 Tonnen Kunststoffrohrabfälle in Deutschland recycelt und unserem Wertstoffkreislauf in Form von Rezyklaten wieder zugeführt. Darüber hinaus verwenden wir auch Rezyklate aus Verpackungsmüll, z. B. in Form von Trinkwasserdeckeln und Waschmittelverpackungen. Dabei benötigen unsere Unternehmen eine hohe Sortenreinheit, die oft nur sehr aufwendig zu erreichen ist.

  • Für die KRV-Mitglieder ist Ressourcensicherung und -schonung ein wesentlicher Faktor der Unternehmensplanung. Wir erhoffen uns deshalb, dass die Ziele des EU-Abfallpakets auch europaweit Anwendung finden. Wertstoffe, die z. B. in Osteuropa auf der Deponie landen, fehlen in einer effizienten Kreislaufwirtschaft.
  • Sekundärrohstoffe können derzeit nur einen Teil unserer Produktionsmittel ausmachen und auch nur für bestimmte Anwendungen eingesetzt werden - zu groß ist die Vielfalt an Kunst- und Verbundstoffen und zu wichtig sind uns einwandfreie Kunststoffrohrsysteme, wie sie zum Beispiel bei der Trinkwasser- oder Gasversorgung zum Einsatz kommen.
  • Die Nutzungsdauer von Produkten muss höhere Beachtung finden – hierdurch werden Rohstoffe eingespart. Kunststoff bietet durch seine Zusammensetzung ideale Voraussetzungen für extrem lange Lebenszyklen, die 100 Jahre und mehr betragen können.

Tiefergehende Details zum Recycling-Beitrag der Kunststoffrohr-Industrie entnehmen Sie bitte unserem
Impulspapier „Recycling als gesamt wirtschaftliche Herausforderung“.