Netzausbaubeschleunigung durch Erdkabel

Im Zuge des Ausbaus der Erneuerbaren Energien müssen die Netzkapazitäten kontinuierlich erweitert und optimiert werden. Nur so kann der überwiegend im Norden Deutschlands erzeugte, regenerative Strom an die Bedarfsorte im industrialisierten Süden befördert werden. Leistungsstarke Hochspannungs-Gleichstromübertragungsleitungen (HGÜ) sind ein kritischer Erfolgsfaktor der Energiewende! 

Für den Ausbau dieser Netze ist eine breite Akzeptanz und Unterstützung durch die betroffenen Anwohner unverzichtbar.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier (CDU), startete deshalb im Sommer 2018 seine „Netzausbaureise“ und besuchte in diesem Rahmen u. a. Städte und Gemeinden in Thüringen und Bayern, die wichtig für den Ausbau des Stromnetzes sind. Der KRV befürwortet ausdrücklich die Bemühungen des Bundesenergieministers, einen konstruktiven Dialog zwischen den Beteiligten herzustellen und gemeinsam Lösungen voranzutreiben.

Viele Bürger machten dabei gegenüber Altmaier deutlich, dass sie eine Erdverkabelung bevorzugten – etwa beim sogenannten Ostbayernring. Die 185 km lange Trasse verläuft von Redwitz in Oberfranken bis nach Schwandorf in der Oberpfalz. Bereits Ende 2015 hatte der Deutsche Bundestag den Vorrang der Erdverkabelung beschlossen.

Welche Vorteile bieten Erdkabel bei Gleichstromtrassen?
Erdkabel verzeichnen eine Vielzahl von Vorteilen. Sie sind weniger störanfällig als Freileitungen und weitestgehend geschützt vor wetterbedingten Einflüssen. Die Energieübertragungsverluste sind gering. Außerhalb des Kabels entstehen keine elektrischen Felder und kein Übertragungslärm. Allerdings ist mit deutlich höheren Investitionskosten zu rechnen als bei Freileitungen, da die Verlegung unter der Erde aufwändiger ist.
Der KRV hat sich hier als Gesprächspartner gegenüber den Übertragungsnetzbetreibern und wissenschaftlichen Instituten positioniert.

Wie trägt die Kunststoffrohr-Industrie zur Erdverkabelung bei?
Unterirdische Stromkabel bedürfen des Schutzes gegen Einwirkungen von außen. Hier kommen Kunststoffrohre zum Einsatz: Sie bewahren die Kabel bei Einbau und Betrieb vor externen Einflüssen. Im Schadensfall können rohrummantelte Kabel komplikationslos repariert oder ausgetauscht werden. Als Schutzrohre für Höchstspannungskabel sind Kunststoffrohre ein High-Tech Produkt, ausgelegt auf Betriebstemperaturen von 70°C und mehr.

Falls Sie weitere Informationen zur Erdkabelverlegung benötigen oder Fragen zu Kunststoffrohr-basierten Lösungen haben, schicken Sie uns gerne eine Mail oder rufen uns unter 0228 / 91477-0 an.