Wasser

Status quo

Die Wasserwirtschaft sichert eine der wichtigsten Lebensgrundlagen der Menschen – wobei die Herausforderung aus vielen Facetten besteht: Es gilt, eine verlässliche Trinkwasserversorgung nach höchsten Hygienestandards zu sichern, eine leistungsstarke Infrastruktur zur Abwasseraufbereitung bereit zu stellen und die Folgen des Klimawandels zu bewältigen. Seit Ende 2020 ist die novellierte EU-Trinkwasserrichtlinie mit einem starken Fokus auf Gesundheits- und Verbraucherschutz in Kraft. Die Bundesregierung entwickelt mit der „Nationalen Wasserstrategie“ einen umfassenden Ansatz für die Wasserpolitik. Der Investitionsbedarf ist enorm: Allein in den Erhalt und die Erneuerung der heimischen Abwasserinfrastruktur werden jährlich mehr als vier Milliarden Euro investiert (VKU). Aber auch der Klima wandel verursacht hohe Kosten: Durch Starkregen entstanden von 2002 bis 2017 deutschlandweit Schäden in Höhe von 6,7 Milliarden Euro (GDV).

Relevanz für den KRV

  • Die Kunststoffrohr-Industrie ist den UN-Nachhaltigkeitszielen „Gesundheit und Wohlergehen“ (SDG 3) sowie „Sauberes Wasser und Sanitärversorgung“ (SDG 6) in besonderem Maße verpflichtet. Daher treibt die Kunststoffrohr-Industrie modernste Technologien und die Entwicklung hochwertiger Materialien für die Wasserversorgung aktiv voran.
  • Mit ihren Produkten und Systemen spielt die Kunststoffrohr-Industrie für die Infrastruktur des gesamten Wasserkreislaufs eine herausragende Rolle.
  • Durch ihre Hygieneeigenschaften und die Langlebigkeit sind Kunststoffrohre für die Trinkwasser- Infrastruktur alternativlos.
  • Starkregen in Folge des Klimawandels erfordern neue Infrastrukturen zur Schadensvermeidung – sowie zur Rück führung, Speicherung und Ver sickerung des Regenwassers.

Handlungsempfehlungen

Die Kunststoffrohr-Industrie liefert wichtige Bausteine zur Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur elementaren Versorgungssicherheit innerhalb der Wasserkreisläufe – sowie zum Schutz der Bevölkerung vor Hochwasser und Starkregen. Der KRV empfiehlt daher:

  • den Ausbau und die Modernisierung der Wasserinfrastruktur im Rahmen der Nationalen Wasserstrategie voranzutreiben.
  • hohe Hygieneanforderungen bei der Trinkwasserversorgung durch ambitionierte technische Standards zu sichern.
  • die Investitionen in Infrastrukturen zur Bewältigung der Folgen von Starkregen zu erhöhen. Die Bevölkerung sowie Sach- und Investitionsgüter müssen wirkungsvoll geschützt werden!
  • den Ausbau der Wasserkreisläufe durch Auffangen von Starkregen und eine intelligente Nutzung aller verfügbaren Ressourcen als Vorsorge für Trockenperioden zu verstärken.